Fabrikmanagement

Automatisierte Konfiguration und Selbstauskunft von Industrierobotern

Veit Hammerstingl, Gunther Reinhart, Patrick Zimmermann

Industrieroboter stellen aufgrund ihrer freien Programmierbarkeit und einer Vielfalt von Einsatzmöglichkeiten einen wesentlichen Bestandteil moderner, hochautomatisierter Produktionsanlagen dar. Die Einrichtung und Vernetzung dieser Systeme setzt wegen unterschiedlichster Bauformen sowie herstellerspezifischer Steuerungsbefehle allerdings ein hohes Maß an Expertenwissen voraus, welches meist von Systemintegratoren bereitgestellt wird. Hieraus folgt, dass Anwender Robotersysteme repetitiv über lange Zeiträume einsetzen – die inhärente Flexibilität dieser Systeme wird nicht genutzt. Durch diese Einschränkungen können die im Rahmen der Vision „Industrie 4.0“ gestellten Forderungen nach intelligenten, flexiblen und sich selbst vernetzenden Cyber-Physischen Systemen noch nicht erfüllt werden. Im Rahmen des Forschungsprojekts AKOMI wurden deshalb Methoden entwickelt, welche eine automatisierte Vernetzung und lösungsneutrale Programmierung von robotergestützten Montageanlagen ermöglichen.

[mehr]



Industrie 4.0: Wissenstransfer und Kompetenzprofile - Wissenstransfer und Kompetenzprofile für die smarte Fabrik

Dominik Matt, Michael Riedl und Erwin Rauch,

Im Rahmen des vorliegenden Beitrags wird die Methodik eines effi zienten Wissenstransfers von der Forschung in die industrielle Praxis im Kontext Cyber-Physischer Produktionssysteme vorgestellt. Die Methodik dient vor allem der Sensibilisierung kleiner und mittlerer Unternehmen auf die möglichen Potenziale der sogenannten Industrie 4.0 und der nachhaltigen Verankerung spezifi scher Kompetenzen im Unternehmen. Wichtiger Ausgangspunkt hierfür ist die bedarfsorientierte und individuelle Spezifi kation der benötigten Wissensinhalte. Einerseits kann dies als Basis für einen praxisnahen gezielten Wissenstransfer ins Unternehmen genutzt werden, etwa durch die wissenschaftlich begleitete Ideenfi ndung und Defi nition individueller Pilotumsetzungen, andererseits sind die defi nierten Wissensinhalte die Basis zur Entwicklung maßgeschneiderter Kompetenzprofi le zukünftiger Mitarbeiter eines KMU, welche langfristig sicherstellen, dass die Thematik Industrie 4.0 nachhaltig im Unternehmen verankert wird.

[mehr]



Fabrikmanagement

Kapitalbindung in Wertschöpfungsketten

Pan Theo Grosse-Ruyken und Stephan M. Wagner

Eine wichtige Aufgabe des Managements ist die Optimierung des Working Capital, also jener Mittel, die in Forderungen, Lieferantenverbindlichkeiten und Beständen gebunden sind. Da die Lieferfähigkeit oftmals im Vordergrund steht, wird das gebundene Kapital nicht straff genug gemanagt, was in Abschwungphasen die Insolvenz bedeuten kann. Diesen verstecken Goldschatz können jedoch nicht nur die Finanzchefs meistern, sondern Einkauf, Produktion, Vertrieb und Rechnungswesen müssen einerseits gemeinsam an einem Strang ziehen und andererseits holistisch die gesamte Supply Chain mit einbinden, um die Cash Reserven optimal mobilisieren zu können. Es wird aufgezeigt, wie Unternehmen das Working Capital als Hebel zum Erfolg für Ihre Supply Chain einsetzen können und welche Handlungsempfehlungen sich ableiten lassen, damit sich die Zulieferketten als wahre weltumspannende Goldadern erweisen.

[mehr]